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C-Level-Briefing für Digital-Profis: Merkel verlässt Facebook, Top-Manager sollen mehr Social Media nutzen, Deutsche sind genervt von unerwünschter Werbung

C-Level-Briefing: Wir verraten, was diese Woche wichtig wird Bild: Klaus Knuffmann

Dieses C-Level-Briefing schreibe ich an meinem Schreibtisch im Headquarter von Frau Wenk. Das muss man mittlerweile ja durchaus extra erwähnen. Denn wenn es nach dem Willen der SPD geht, gibt es bald ein Recht auf Homeoffice. Das Thema schlägt hohe Wellen. Es beschäftigt Menschen und Medien.

Wie Sie beim Lesen des folgenden C-Level-Briefings sehen werden, hält Angela Merkel Facebook offenbar nicht mehr für so wichtig, während das Social-Web für Top-Manager immer relevanter wird. Hier sind fünf Meldungen aus der Tech- und Kommunikationsbranche, die dieser Tagen noch für Gesprächsstoff sorgen werden.

1. Trotz 2,5 Millionen Fans: Angela Merkel verlässt Facebook

Was ist die News? Via Video-Botschaft hat Angela Merkel angekündigt ihre Facebook-Seite abzuschalten – und das trotz 2,5 Millionen Fans.

Warum ist das wichtig? Weil es zeigt, dass Facebook in der politischen Kommunikation an Einfluss verliert. Merkel begründete ihren Schritt damit, dass sie nicht mehr Vorsitzende der CDU sei. Wenn ihr der Kommunikationskanal Facebook allerdings wirklich wichtig gewesen wäre, hätte sie natürlich Mittel und Wege gefunden, beim Social Network aktiv zu bleiben.

 

Brunswick Digital Investor-Studie (Quelle: Brunswick)

Bildquelle: Brunswick

2. Warum sollten C-Level-Manager Social Media nutzen? Weil es die Investoren wollen!

Was ist die News? Die Brunswick Digital Investor-Studie hat sich mit der Frage beschäftigt, auf welcher Basis Investoren heute Entscheidungen treffen. Spannendstes Ergebnis: Sie fällen diese zu 88 Prozent auf Basis von Informationen aus digitalen Quellen.

Warum ist das wichtig? Weil die Studie explizit zeigt, dass es den Investoren mittlerweile besonders wichtig geworden ist, Business-relevante Nachrichten direkt von den CEOs, über deren eigene digitale Kanäle zu erfahren. Heißt: das Top-Management sollte bei Facebook & Co. aktiv sein. Das steht ganz im Gegensatz zu Angela Merkel.

3. Unerwünschte Werbung nervt deutsche Web-Nutzer am meisten

Was ist die News? Trusted Shops hat seine Nutzer befragt, wer bereits negative Erfahrungen im Web gemacht hätte. Das bejahten 49 Prozent. Innerhalb dieser Gruppe wiederum ist unerwünschte Werbung mit 56 Prozent das größte Ärgernis.

Warum ist das wichtig? Weil die Studie auch zeigt, wie hoch das grundsätzliche Sicherheitsbedürfnis der Nutzer ist. Denn laut iBusiness gaben 96 Prozent an, dass Sicherheit bei der Internetnutzung für sie höchste Priorität hat.

4. Umfrage unter EU-Bürgern: Fast die Hälfte weiß nicht, was ein Algorithmus ist

Was ist die News? Die Bertelsmann-Stiftung hat die EU-Bürger zu ihrem Wissen und ihrer Einstellung zu Algorithmen befragt. Und obwohl die Programme längst in Flirtbörsen, beim Preis von Tickets und vielem mehr eine entscheidende Rolle spielen, weiß fast die Hälfte (48 Prozent) nicht, was ein Algorithmus ist.

Warum ist das wichtig? Weil die Studie auch zeigt, dass die Menschen keine Angst vor den Programmen haben und auch keine übermäßigen Vorurteile. So glauben die meisten Befragten, dass Algorithmen positiv zur Entscheidungsfindung beitragen können. Laut Bertelsmann-Studie finden drei Viertel der EU-Bürger, dass ihr Einsatz mehr Vorteile als Probleme mit sich bringt.

5. Teeküchentalk: KI komponiert Franz Schuberts achte Sinfonie fertig

Was ist die News? Die Unvollendete ist vollendet. Vor fast 200 Jahren arbeitet Franz Schubert an seiner achten Sinfonie. Fertig wurde das Werk jedoch nie, weshalb es als „die Unvollendete“ in die Musikgeschichte einging. Jetzt hat Huawei mithilfe seiner eigenen KI das Stück doch noch fertig komponiert und in London uraufgeführt. Ob das Werk im Sinne des Künstlers zu Ende gebracht wurde, werden wir nie erfahren. Wir wissen aber, dass es ein prima PR-Scoop ist.

Erschienen in der Kategorie:
C-Level Briefing

Jeden Sonntag erfahren, was in der nächsten Woche für Digital-Profis wichtig wird.




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