FrauWenk+++

C-Level-Briefing für Digital-Profis: Was diese Woche wirklich wichtig wird

Roboter schreibt Artikel vor, konzeptlose interne Kommunikation, „absurdes“ PR-Feedback Bild: Klaus Knuffmann

Es ist geschafft. Die Tage zwischen den Jahren sind vorbei. Ab Montag lässt sich endlich wieder mit dem nötigen Druck arbeiten. Die Kinder sind wieder in der Schule und Kunden, Kollegen und Kontakte gehen wieder ans Telefon. Was die Tech- und Kommunikationsbranche in den kommenden Monaten erwartet, wurde in einer Vielzahl von Trend-Stücken bereits beleuchtet. Auch wir bei Frau Wenk wagten bereits einen Blick in die Glaskugel. Bevor wir uns aber gänzlich in der Zukunft verlieren, widmen wir uns lieber der Gegenwart. Hier sind fünf wichtige Themen, die Sie am Montag kennen sollten.

1. Konzeptlos: Jedes dritte deutsche Unternehmen hat keine Strategie für die interne Kommunikation

Was ist die News? Eine Studie der Berliner Agentur Index kommt zu dem Ergebnis, dass 37 Prozent aller deutschen Unternehmen über keine Strategie für die interne Kommunikation verfügen.

Warum ist das wichtig? Weil es zeigt, dass viele Firmen sich noch immer nicht im Klaren darüber zu sein scheinen, wie wichtig das Thema Kommunikation ist. Nach außen sowieso, aber auch nach innen. Denn jeder Mitarbeiter ist längst auch so etwas wie ein Micro-Influencer für den eigenen Arbeitgeber. Er spricht immer auch über seinen Job: Im Verein, in den sozialen Medien und bei Kundenterminen.

2. Forbes entwickelt einen Roboter-Journalisten, der Texte schon einmal vorschreibt

Was ist die News? Forbes rollt derzeit ein neues CMS aus, dass den Autoren der Business-Plattform eine ganze Reihe an AI-basierten Hilfestellungen gibt. Es kann Basis-Recherchen übernehmen, automatische Foto-Vorschläge unterbreiten und auch Texte schon einmal vorschreiben.

Warum ist das wichtig? Die US-Plattform dreht damit etwas die vorherrschenden Ängste um, nämlich dass der Kollege Roboter irgendwann die meisten Journalisten und Autoren arbeitslos machen würden. Bei der Forbes-Entwicklung soll die künstliche Intelligenz den Content-Contributoren vor allem zeitintensive Routine-Arbeiten abnehmen.

 

Digitale Schamanen von Etsuko Ichihara, Quelle: Youtube

Quelle: Youtube

3. Mit Hilfe von KI: Japanische Künstlerin erweckt Tote wieder zum Leben als Roboter

Was ist die News? Die japanische Künstlerin Etsuko Ichihara erweckt Tote wieder zum Leben. Als Roboter oder wie sie sagt, als „digitale Schamanen“. Mithilfe eines 3D-Scanners erstellt sie eine digitale Gesichtsmaske. Die Stimme und die Gestik wurden zu Lebzeiten aufgezeichnet. Allerdings „leben“ die Roboter nur 49 Tage.

Warum ist das wichtig? Dieses Projekt zeigt, wie weit Roboter- und KI-Technik bereits sind und gibt dem eine ganz neue emotionale Tiefe. Die Roboter sind von der buddhistischen Lehre inspiriert, die besagt, dass Verstorbene noch 49 Tage bei ihren lebenden Angehörigen bleiben.

4. B2B-Marketing: Der größte Budget-Anteil fließt noch immer in Messe-Aktivitäten

Was ist die News? Es hört sich etwas nach 90er-Jahre an, doch das B2B-Marketing setzt noch immer sehr stark auf echte Offline-Kontakte – und das vor allem auf Messen. Eine Studie des Bundesverband Industrie Kommunikation zeigt, dass der Löwenanteil der Marketinggelder im Business to Business-Marketing noch immer für Messe-Aktivitäten aufgewendet wird.

Warum ist das wichtig? Weil es zeigt, wie B2B-Marketing im Jahr 2019 noch immer funktioniert und das Messen und Events alles andere als altmodisch sind. Tatsächlich erhöhten die Verbands-Mitglieder ihre Etats im Zeitraum von 2015 bis 2017 um mehr als 50 Prozent auf rund 2,6 Millionen Euro. Im Schnitt investierten die Industrieunternehmen im vergangenen Jahr 1,75 Prozent des Umsatzes in den Bereichen Marketing und Kommunikation –Tendenz weiter steigend.

5. Teeküchentalk: Journalisten berichten, mit welchem „absurden“ Feedback sich PR-Leute bei ihnen melden

Was ist die News? Olivia Solon von NBC-News sorgte dieser Tage wohl für den lustigsten und für Kommunikationsprofis lehrreichsten Thread. Sie twitterte: „Journalists: what’s the most absurd follow-up call you’ve received from a PR after the publication of an article? Mine was the time IBM called up to try to convince me that the Nazis weren’t all that bad before 1939“. Als Antwort posten viele Journalisten ihre „absurdesten“ Anrufe von Pressestellen und PR-Profis.

Olivia Solon via Twitter, Quelle: Twitter

Erschienen in der Kategorie:
C-Level Briefing

Jeden Sonntag erfahren, was in der nächsten Woche für Digital-Profis wichtig wird.




Wir versenden unsere Newsletter mit Mailchimp. Informationen zum Datenschutz

Schneller Kontakt

Wie können wir Ihnen helfen?
Rufen Sie uns direkt an
+49 40 32 90 47 38 0
oder schreiben Sie uns.





Informationen zum Datenschutz