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Eine 16-jährige Schülerin berichtet, wie sie Social Media nutzt: „Viele Funktionen von Facebook verstehe ich wirklich nicht mehr“

Wie die Gen Z über Social Media denkt Bild: Frau Wenk / @dtj.krft

Aus US-Studien wissen wir schon länger: die Jugend verlässt Facebook. Ganz allgemein muss das immer als Indikator dafür hinhalten, dass sich das Interesse der großen Mainstream-Zielgruppen mittelfristig vom großen US-Network hin zu Alternativ-Plattformen bewegen könnte.

Studien sind das eine, einfach mal den Menschen zuhören das andere. Also haben wir mal eine Vertreterin der jungen Generation Z gefragt.

Deetje Kräft ist 16 Jahre alt und besucht die 10. Klasse eines Gymnasiums. Sie hat für Frau Wenk einmal aufgeschrieben, wie sie Social Media nutzt:

Warum mich Facebook an den Rand der Verzweiflung bringt

Bereits im Februar 2004 gegründet, war Facebook lange Zeit der Inbegriff von Social Networking. Auch ich hatte dort lange Zeit einen Account, sogar schon bevor ich in der fünften Klasse mein erstes Smartphone bekam.

Die Idee, mir ein Facebook-Konto zuzulegen, kam von meinen Eltern. Sie hielten es für eine gute und einfache Möglichkeit für mich, mit meinen Schwestern, die in England leben, in Kontakt zu bleiben. An der Funktion Bilder zu posten, um sie anderen Freunden und Verwandten zu zeigen, fand ich auch wirklich sehr schnell Gefallen.

Mit der Zeit und den vielen anderen aufkommenden Social-Media-Plattformen wurde Facebook für mich aber immer uninteressanter und mein Account schlief nach und nach ein. Viele Funktionen von Facebook habe ich auch einfach nicht mehr wirklich verstanden. Allein meine eigenen Posts wiederzufinden, konnte mich an den Rand der Verzweiflung führen.

Die Nutzung meines Facebook-Kontos beschränkte sich dann bald darauf, mich einmal im Jahr für alle Glückwünsche zum Geburtstag bei meinen Facebook-Freunden zu bedanken. Bis mich in diesem Jahr selbst das schon restlos überforderte und ich mich dazu entschloss, meinen Account zu löschen, zumal ohnehin so gut wie niemand in meinem Alter dort war und mich somit auch niemand vermissen würde.

Instagram – ein liebgewonnener Zeitvertreib

Instagram nutze ich, wie die meisten Jugendlichen, täglich. Ich verwende die App hauptsächlich zum Zeitvertreib. Wenn mir langweilig ist, sehe ich mir die Posts oder Stories von meinen Freunden oder auch von zahlreichen Promis an. Viele Stars und Blogger nutzen die Story-Funktion, um kleine Videos und Bilder aus ihrem Alltag zu zeigen. Ich mag das. Überhaupt scheint es bei den meisten Jugendlichen sehr gut anzukommen.

Instagram ist zudem die einzige Social-Media-Plattform, auf der ich regelmäßig Bilder von mir selbst poste. Das sind dann zum Beispiel Schnappschüsse aus dem Urlaub, vom Sport, oder auch mal ein gut gelungenes Selfie. Stories mache ich hingegen nur sehr selten.

Snapchat – im Schnitt verbringe ich zwei Stunden mit der App

Auch bei Snapchat nutze ich die Story-Funktion – nur anders als bei Instagram. Denn dort sieht man meistens was ich gerade mache, wenn meine Katze mal wieder süß geguckt hat, oder was ich esse. Auch bei Snapchat gibt es einige Promis, die die Stories nutzen, so wie bei Instagram. Das ist für die meisten Jugendlichen allerdings relativ uninteressant. Hier hat Snapchat definitiv keine Chance gegen die Popularität von Instagram.

Ich nutze Snapchat aber auch, um mit meinen Freunden zu schreiben und komische Selfies mit witzigen Gesichtsfiltern an sie zu verschicken. Eine weitere Funktion von Snapchat, die ich häufig nutze, ist die sogenannte Snapmap. Mit ihr kann ich genau sehen, wo auf der Welt sich meine Freunde gerade befinden und was sie mit wem machen, vorausgesetzt sie haben diese Funktion nicht deaktiviert.

Laut der Aufzeichnungen meines Smartphones, nutze ich Snapchat jeden Tag durchschnittlich etwa zwei Stunden – womit dieses Social Network meine meistgenutzte App ist.

WhatsApp – die Plattform für Alle

So gut wie jeder, egal ob alt, jung, cool oder uncool, hat heute WhatsApp. Ohne diese App zu kommunizieren ist für viele Jugendliche nur noch sehr schwer vorstellbar. Ich nutze den Messenger, um mit meiner Familie oder mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben, vor allem mit denjenigen, die weder Snapchat noch Instagram haben und dementsprechend über diese Plattformen nicht mitbekommen, was ich so mache.

Die Möglichkeit Gruppenchats mit mehreren Personen zu erstellen, verwenden meine Freunde und ich regelmäßig. Beispielsweise werden Gruppen erstellt, um zu Geburtstagen einzuladen. In Gruppen mit der ganzen Jahrgangsstufe, informieren wir uns über Unterrichtsausfälle und Hausaufgaben.

Social Media – ein vielfältiges Wirrwarr, aber ohne Facebook und Twitter

Sich in dem großen Angebot an Social-Media-Plattformen nicht zu verirren, ist heute wirklich eine Kunst. Allerdings beschränkt sich die tatsächliche Nutzung von Social Networks bei mir – und damit wohl auch bei vielen anderen Jugendlichen – höchstens auf eine Handvoll Apps, zu denen Facebook und Twitter nicht mehr gehören.

Immer wieder gibt es neue Hypes um Apps, wie zum Beispiel um TikTok (ehemals Musical.ly) in den letzten zwei Jahren. Wirklich fest auf den Smartphones deutscher Jugendlicher etabliert haben sich 2019 aber vor Allem die sozialen Netzwerke Instagram, WhatsApp und Snapchat.

 

Deetje ist leidenschaftliche Social-Media-Userin und verkörpert somit den Stereotyp der Generation Z. Außerdem interessiert sie sich für verschiedenste Tanzstile, geht Laufen und man trifft sie regelmäßig im Fitnessstudio an. Nach ihrem Abitur würde sie gerne Medien- und Kommunikationswissenschaften in Hamburg studieren, was auch der Grund dafür ist, dass sie sich für ein Praktikum bei der PR-Agentur Frau Wenk entschieden hat.

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