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Pfiffige Payless-Idee: Mit diesem PR-Trick führen Influencer selbst den Influencer-Hype ad absurdum

Fotographie Credit: Frau Wenk

Bei wirklich guten Werbekampagnen reicht oft ein schlauer Move aus, um mit geringem Aufwand maximalen Erfolg zu erzielen. Der Einzelhändler Payless ist ein tolles Erfolgsbeispiel dafür. Dem Billig-Schuh-Discounter gelang mithilfe von Influencern, den Influencer-Hype ad absurdum zu führen. Und das ohne deren Wissen.

Hochwertige Umgebungen befördern jeden PR-Erfolg

Wie sie das geschafft haben? Payless verwandelte in Santa Monica einen ehemaligen Armani-Store in eine falsche Luxus-Schuh-Boutique namens Palessi. Dort präsentierten sie ihr Sortiment in hochwertiger Umgebung und versahen die Produkte mit weitaus deftigeren Preisschildern. Zur Eröffnung luden sie einige bekannte Influencer ein. Diese bemerkten die Flunkerei nicht und teilten ihre Eindrücke der Veranstaltung auf ihren Kanälen und kauften sich zudem noch das ein oder andere Paar für bis zu 600 Dollar. In Interviews erklärten die Social Media-Stars dann sogar, wie hochwertig und schön die Schuhe sind. Umso größer die Überraschung, als Payless die Scharade auffliegen lies.

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Video-Link: https://www.youtube.com/watch?v=xpqqKRlqZfU

Ziel der Kampagne war es, den Verbraucher daran zu erinnern, dass Payless ein Shop für bezahlbare Fashion ist.

Das Ende der Influencer-Ära?

Soweit eine äußerst gut gelungene Kampagne. Sie zeigt, dass die Wahrnehmung von Qualität auch subjektiv ist. Für die Besucher des Events ist es vielleicht sogar ein Weckruf, ihrer Verantwortung nun wirklich nachzugehen und Projekte zu hinterfragen und nicht wahllos Produkte ohne Hintergrundinformationen zu promoten. Denn seit einiger Zeit gibt es diverse Stimmen, die das Ende der Influencer-Ära erwarten. Nach dieser Kampagne werden einige Social Media-Creator wohl noch stärker um ihre Glaubwürdigkeit kämpfen müssen. Denn Authentizität ist es, was einen guten Influencer ausmacht.

Den großen deutschen Influencern scheint diese Unbeständigkeit jedoch bereits bewusst zu sein. Sie stellen sich schon heute breiter auf. So findet der Konsument in den Läden Duftreihen, Duschschäume, Kissen und ganze Makeup-Linien seiner Social Media-Stars. Auch in der Musik-Branche werden sie präsenter. Große Influencer, die sich ausschließlich auf das (Video-)bloggen konzentrieren, findet man kaum noch.

Learnings für alle

Doch zurück zur Kampagne. Welche Learnings kann man mitnehmen? In diesem Falle sind es wohl eher kleine Bitten an alle Beteiligten:

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