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Teenie-Trend Instagram-Parties: Wie die PR das neue Social-Party-Format für Events nutzen kann

Instagram Parties sind schon längst Trend bei amerikanischen Teenies Bild: Klaus Knuffmann

Eigentlich wollte Thessa nur ihren 16. Geburtstag feiern. Mal etwas größer, mit ein paar mehr Freunden. Die Eltern hatten ihr OK gegeben und waren über das Wochenende zu Bekannten gefahren. Dass sie am Ende selbst die Polizei rufen würde, weil die Party aus dem Ruder lief, damit hatte sie nicht gerechnet. Was war passiert? Nun ja, Thessa hatte für ihre Geburtstagsfete eine Facebook-Gruppe erstellt – und natürlich vergessen, an der entsprechenden Stelle in den Einstellungen das Häkchen bei „öffentlich“ zu entfernen. Das war 2011 und alle Medien berichteten.

Party Planning mit Instagram

Meldungen wie diese poppten in den vergangenen Jahren immer wieder auf. Doch diese Zeiten sind vorbei. Wohl auch, weil die jüngeren Generationen besser mit den Privatsphäre-Einstellungen umgehen können und zu anderen Plattformen abgewandert sind. Auf Facebook tummeln sich nur noch diejenigen, die ihre Sturm- und Drangzeit schon länger hinter sich haben. Der neueste Trend unter den Angehörigen der Gen Z schwappt dieser Tage aus den USA zu uns herüber: Instagram Parties.

Die Regeln sind teilweise vorgegeben

Was früher die Facebook-Gruppe war, ist heute ein eigens für die Party geschaffener Instagram-Account. Amerikanische Teenager, die eine Party planen, legen also einen neuen, privaten (!) Account an. Das Insta-Handle enthält in der Regel die Eckdaten, wie Name, Datum und Anlass. Ausführlichere Informationen oder Follow-Regeln stehen in der Bio. Regeln können beispielsweise sein: Wenn wir dich als Follower akzeptieren, darfst du kommen. Wenn wir dir ebenfalls folgen, wollen wir dich unbedingt dabeihaben.

Für Gesprächsstoff sorgen

Die Location aber bleibt bis kurz vor dem Event geheim. Außerdem müssen die Veranstalter nicht zwingend ihren richtigen Namen angeben, wie es damals bei Facebook der Fall war. Stattdessen können sie den Account unter einem Synonym laufen lassen, das die Followerschaft zu noch mehr Spekulationen veranlasst. Den Möglichkeiten sind wenige Grenzen gesetzt. Das und die Tatsache, dass das Event über den privaten Account nur einem auserlesenen Kreis zugänglich gemacht wird, ist so besonders reizvoll an dem Format. Der Geheimnis-Faktor sorgt unter Garantie für Gesprächsstoff unter den Followern/geladenen Gästen und steigert die Spannung.

Der Nutzen für die PR-Branche liegt auf der Hand

Warum also nicht das nächste PR-Event als Instagram-Party inszenieren? Es ist eine ziemliche sichere Methode, sich ins Gespräch zu bringen. Und unterhaltsam für die Party-Community ist es obendrein. Denn mit regelmäßigen Postings und Stories können die Veranstalter neue Infos teasern oder einfach lustige Inhalte, die zum Thema passen, teilen und so bereits im Vorfeld des Events für Interaktionen innerhalb der exklusiven Gruppe sorgen. Ein solcher Party-Account kann auch für spätere Veranstaltungen wieder genutzt werden. Vorausgesetzt natürlich, man hat ein gelungenes Event auf die Beine gestellt, von dem alle noch lange schwärmen werden. Es gilt: Wer großen Wirbel veranstaltet, muss auch abliefern. Sonst war alle Mühe umsonst.

Wir sind gespannt, ob sich das Format bei uns durchsetzen und auch in der Erwachsenenwelt Anklang finden wird. Unser Urteil: Absolut geeignet für PR- und Marketing-Events.

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