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Dezentralisierung, Echtzeit-Kommunikation und Haltung: Das sind die Top-Trends für 2019 des Frau Wenk-Teams

Heiß diskutierte Trends für die Digitalbranche 2019 Team Frau Wenk. Credit: Klaus Knuffmann

Das Jahr ist fast rum und es ist Zeit für den traditionellen Blick in die Glaskugel. Als PR-Agentur ist Frau Wenk stets über die tagesaktuellen Entwicklungen informiert. Deshalb haben wir die Kollegen gefragt: Was sind die Trends für das kommende Jahr 2019?

Content Marketing – Positionierung durch besondere Inhalte

Steffanie Gohr

Mein Trend für 2019 lautet tatsächlich immer noch Content Marketing. Und zwar auf allen Kanälen: Podcasts, Social Media, Apps, Blogs, Videos, Online-Marketing, E-Mail-Marketing, Sprachassistenten, Print – und natürlich auch in Virtual- und Augmented Reality. Das hier noch einiges im Argen liegt, zeigen aktuelle Studien, nach denen fünf Prozent der Markeninhalte 90 Prozent der Kundenbindung ausmachen. Trend ist also, weniger Inhalte zu publizieren, die dafür hochwertiger sind. Nutzer akzeptieren erfahrungsgemäß auch werbliche Anklänge, sofern die Inhalte für sie informativ und unterhaltsam sind. Wichtig ist auch, dass Unternehmen/Experten/Influencer ihre Inhalte um ein bestimmtes Thema herum gestalten – für eine klare Positionierung und ein besseres Google-Ranking.

Die Ära der Echtzeit-Kommunikation

Andrea Buzzi

2019 wird unsere Kommunikation live und echt. Ob nun per Live-Stream auf Facebook und Instagram oder mit unseren Story-Formaten. Wir kommunizieren immer mehr live, statische Texte und Bilder verschwinden, stattdessen feiern Sprache und Video ihren Siegeszug in der Kommunikation. Von Mensch zu Mensch geht das über Video-Chats und Sprachnachrichten, die dank mehr Datenvolumen auch (fast) immer funktionieren. Unsere Alltagsgeschichten erzählen wir in kleinen animierten Storys – die dann auch schnell wieder verschwinden. Weil es auch nicht mehr wichtig ist, was gestern oder vor zwei Stunden war. Von Mensch zu Unternehmen treten Chatsbots in den Dienst und antworten dem Kunden sofort und jederzeit. Oder der Support geht gleich on Air und löst Kundenanfragen per Video. Markenbotschaften werden direkt von den Usern erzählt. Echt, aber auch unkontrollierbar. Kommunikationsprofis müssen hier umdenken, Kontrolle abgeben lernen und ihr Augenmerk auf Echtzeitkommunikation und -Kanäle lenken.

Die Branche zeigt Haltung

Susanne Hohenschuh, Foto KlausKnuffmann

Susanne Hohenschuh

Die Digital- & Tech-Branche erkennt zunehmend, dass mit großer Macht auch große Verantwortung einher geht und hinterfragt sich über den eigenen Mikrokosmos hinaus. Welchen Beitrag können und sollten Digitalunternehmen leisten, um den Herausforderungen unserer Zeit entgegenzutreten. Angefangen bei den Themen, wie gehen wir mit den Daten der Konsumenten um, oder ob man wirklich jede Werbebotschaft ausliefert, solange der TKP stimmt bis hin zur Frage, ob Tech unsere Umweltprobleme lösen kann. Unternehmen, die Farbe bekennen und neben ihrem Produkt auch für eine Haltung stehen, stärken ihre Marke. Kunden suchen Orientierung und wollen sich mit einer Marke identifizieren können, das gilt heute mehr denn je, auch im B2B.

Schwere Entscheidungen

Andreas Gutjahr

2019 stehen einige schwierige Entscheidungen für die Branche an. Denn die Widersprüche blähen sich immer weiter auf und werden klare Entscheidungen erzwingen. Nur ein paar Beispiele: Medien bitten Werbungtreibende darum, doch wieder mehr in Qualitätsjournalismus zu investieren, nutzen aber gleichzeitig selbst Walled Gardens, um ihre Inhalte zu streuen. Werbungtreibende verlangen mehr Transparenz und markensichere Umfelder, sträuben sich aber, dafür auch mehr auszugeben und kritisieren beispielsweise Mehrkosten für Ad Verification beim programmatischen Anzeigenhandel. Große Agenturen verlangen 100 Prozent Viewability, geben aber erhebliches Online-Budget auf Social Media aus, wo auf Newsfeeds die Sichtbarkeit oft nur Millisekunden beträgt. Wie das Britische Sprichwort sagt: „You cannot have the cake and eat it“.  Alle Beteiligten müssen sich also entscheiden, was sie wirklich wollen und auch dementsprechend handeln.

Podcasts

Saskia Jaeschke

2019 geht auf die Ohren. Schon länger schleicht sich das Medium Podcast in unseren Alltag. Doch da geht noch mehr: Debatten für unterwegs, Lacher für zuhause und neue Theorien beim Sport. Denn: Podcasts ermöglichen ein neues Level von Multitasking – wir können lernen obwohl wir eigentlich beschäftigt sind – oder zumindest die Hände voll haben. Beim Einkaufen, auf dem Weg zur Arbeit, beim Duschen. 2019 darf man den Moment nicht verpassen seine Stimme einzubringen. Wer viel zu sagen hat, sollte über ein eigenes Format nachdenken.

 

Dezentralisierung

Kristin Steppeling

2018 hat es mächtig gerumpelt in der Digitalwelt: Datenskandale wurden mit verschärften Datenschutzregelungen beantwortet, jüngere Disziplinen wie In-App-Advertising und Influencer Marketing kämpfen mit Fraud-Fällen und viele Verbraucher verlieren das Vertrauen in den Umgang mit ihren Daten. All diese Dinge sind jedoch nur die jüngsten Nachbeben dessen, wie Wirtschaft und Politik das aktuelle Web gestaltet haben. Einen Weg aus vielen dieser Probleme stellt die Dezentralisierung digitaler Infrastrukturen dar, mit Distributed Ledger als nur einer Spielweise. Dezentralisierung ist ein Reset-Knopf für all die Dinge, die im WWW nicht laufen, sie ermöglicht eine gewisse Nachvollziehbarkeit von Informations- und Transaktionsströmen und erlaubt uns als Branche, Datenhoheit auf eine dringend benötigte Art und Weise neu zu denken. 2019 wird daher das Jahr, in dem wir uns vermehrt mit dieser Struktur befassen – zunächst gesamtwirtschaftlich nur in der Theorie, aber mit einigen Leuchtturm-Projekten und -Anwendungen, gerade aus der Blockchain-Branche.

Immersive Erfahrungen

Julia Mengeler

Mittels Augmented Reality, Virtual Reality oder Mixed Reality wird unsere analoge Realität zunehmend mit der digitalen Welt verschmelzen. Insbesondere in den sozialen Medien und Netzwerken wird dieser Trend 2019 Einzug halten. Durch neue Connected Devices werden virtuelle Realitäten erfahrbar und sind immer und überall für uns verfügbar. Die Art und Weise, wie wir unsere Umgebung wahrnehmen, könnte sich durch die erweiterten und fiktiven Welten drastisch verändern.

 

Marken bauen eigene Medien auf

Alexander Becker

Marken bauen eigene Medien auf: Immer weniger Fachmedien publizieren immer weniger Inhalte. Viele Unternehmen haben aber immer mehr Geschichte, die sie erzählen wollen. Einziger Ausweg aus diesem Dilemma: Marken müssen eigene Medien aufbauen. Genau das werden wir 2019 immer häufiger sehen. Alles andere ergibt keinen Sinn.

 

 

 

Owned Media

Anne Richter

Onwed Media ist kein Trend, sondern eine langfristige Strategieaufgabe. Immer mehr B2B-Unternehmen müssen erkennen, dass effektive PR auch umfasst, selbst ein Medium zu sein. Neben der Medienarbeit wird hoffentlich verstärkt in Owned und Shared Media gedacht. Dabei geht es nicht um eine Ego-Show mit einem Feuerwerk an Produkt-Promotion und Selbstbeweihräucherung, sondern um Inhalte, die den Zielgruppen helfen und die sie an die Marke binden. Dann muss „nur noch“ PR mit Marketing und Vertrieb in Einklang gebracht werden, um Performance- und Brandingziele zu erreichen. Eine große Aufgabe für Unternehmen.

Vom Sprachassistenten zum Smart Assistant

Vanessa Borzi

„Ok Google, was läuft heute im Fernsehen für mich?“ „Tut mir leid, aber da kann ich noch nicht weiterhelfen.“ Schade. Aber Sprachassistenten müssen noch immer die Schulbank drücken, wenn es um personalisierte Ergebnisse geht. Die Arbeit dazu ist aber schon im vollem Gange. Sie lernen nicht nur besser zu verstehen, was der Nutzer möchte, sondern sie merken es sich auch und verarbeiten dieses Wissen. Aus dem Sprachassistenten wird ein smarter Assistent, der echten Mehrwert bietet und den Usern Arbeit abnimmt, ohne kompliziert zu sein.

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C-Level Briefing

Jeden Sonntag erfahren, was in der nächsten Woche für Digital-Profis wichtig wird.




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