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Wie Google mit Duplicate Content umgeht: 5 Dinge, die Sie über Inhalte-Verwertung wissen sollten

5 Fakten über Duplicate Content Bild: Klaus Knuffmann

Jeder Content ist guter Content? Leider nein! Verwendet man ein und den selben Inhalt, einen Text beispielsweise, auf zwei verschiedenen Websites, handelt es sich um Duplicate Content. Warum ist das ein Problem? Weil sich doppelte Inhalte negativ auf das Google-Ranking auswirken und Strafen seitens Google nach sich ziehen können, bis hin zur Sperrung der Domain. Moderne Kommunikation ist jedoch darauf angewiesen, Inhalte an verschiedenen Stellen, auf verschiedenen Portalen und über verschiedene Kanäle zu distribuieren. Die gute Nachricht vorweg: Duplicate Content ist nicht immer gleich Duplicate Content. Sie sind nach dieser kurzen Einführung schon verwirrt? Keine Sorge. Nachdem Sie diese fünf Fakten rund um das Problem mit dem doppelten Content und Google gelesen haben, sind Sie bestens informiert.

1. Inhalte in Fremdsprachen

Ein Inhalt in verschiedenen Sprachvarianten wird von Google grundsätzlich nicht als Duplicate Content bewertet. Websites von internationalen Unternehmen, deren Inhalte in mehreren Sprachen abrufbar sind, oder Online-Shops, die auch ins Ausland verkaufen und deshalb sämtliche Produktdetailseiten in englischer, französischer, polnischer Sprache anbieten verstoßen also nicht gegen die SEO-Regeln. Um Missverständnisse mit Googles Crawlern gänzlich auszuschließen, empfiehlt es sich dennoch, die unterschiedlichen Unterseiten mittels des hreflang-Attributs als lokalisierte Version des Originals zu kennzeichnen.

 2. Einbindung von Zitaten

Bei wörtlichen Zitaten oder der Übernahme ganzer Textpassagen von fremden Websites liegt der Verdacht nahe, es könne sich um Duplicate Content handeln. Die Lösung in diesem Fall ist eine korrekte Kennzeichnung der zitierten Phrasen oder Textabschnitte durch Verweise im Quellcode der eigenen Website. Ein Zitat sollte dort idealerweise wir folgt eingebaut sein: <blockquote>Zitat<cite>Zitatgeber beziehungsweise Quelle</cite></blockquote>.

 3. Verwendung von Stock-Bildern

Besondere Sorgfalt ist bei Bildmaterial geboten. Hier kommt es wohl am häufigsten zu Doppelungen, da der Einsatz von Stock Fotos sich großer Beliebtheit erfreut, weil komfortabel. Machen ja alle so. Das Problem: Google crawlt hier Meta-Informationen wie die Alt-Attribute oder den das Bild umgebenden Text. Wenn also Dateiname, Bildunterschrift oder Alt- und Titel-Attribute nicht individuell geändert wurden, lautet Googles Urteil: Duplicate Content.

Gleiches gilt für die reine Bildersuche. Dazu meint Google Trends Master Analyst John Mueller, dass Website-Betreiber, die wie Tausende andere auch Stock Fotos benutzen, sich immer fragen müssten: Warum sollte Google mich höher ranken? Besser also eigene Fotos verwenden.

4. Interner Duplicate Content

Die Annahme, dass Google doppelte Inhalte einer Website mit Penalties belegt, ist falsch. Allerdings erhält in so einem Fall nicht immer die Seite den Vortritt im Google-Ranking, auf der der Inhalt seinen Ursprung hat. Da Google nun selbst herausfinden muss, welche URL die relevanteste für die Suche des Nutzers ist, kann Potenzial verloren gehen. Und weil man dem Crawler mit internem Duplicate Content mehr Arbeit macht, werden neue Inhalte womöglich erst viel später indexiert und büßen so an Aktualität und damit auch an Relevanz ein.

 5. Zweitverwertung auf LinkedIn Publishing

Die Veröffentlichung von Artikeln, die beispielsweise zunächst auf dem eigenen Blog erschienen sind, im Publishing-Bereich des eigenen LinkedIn-Profils ist kein Duplicate Content. Vorausgesetzt, es ist ein Link zur Primärquelle enthalten. Auch hier gilt jedoch: Der Eintrag bei LinkedIn wird im Google-Ranking mit hoher Wahrscheinlichkeit vor der Originalquelle gelistet – was aber nicht weiter dramatisch ist, da man im Artikel ja ohnehin auf die eigene Website verlinkt hat.

Google mag Duplicate Content nicht. Um die Chancen auf einen der vorderen Plätze im Ranking der Suchergebnisse zu erhöhen, sollten Website-Betreiber mit offenen Karten spielen und bei der Weiterverwertung ihrer Inhalte auf eine korrekte Kennzeichnung achten. Machen Sie es Googles Crawlern leicht. Und wie so oft, gilt auch hier: Weniger ist manchmal mehr.

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