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New Space

Was ist New Space?

New Space bezeichnet die private Raumfahrt, die in den vergangenen Monaten immer mehr in den Fokus der Menschen gerückt ist – beispielsweise mit dem Weltraumflug des Amazon-Gründers Jeff Bezos. Laut dem Bund der Deutschen Industrie (BDI) könnte die kommerzielle Raumfahrt überdies die Lösung für den Klimawandel sein und für mehr Nachhaltigkeit auf unserem Planeten sorgen. Das passiert natürlich nicht, wenn Milliardäre zum Spaß zum Mond fliegen, aber New Space hat weitaus mehr Anwendungsbereiche. Die Agrarwirtschaft beispielsweise nutzt schon länger Navigationssignale von Satelliten aus dem Weltraum für den Präzisionsackerbau. Er hilft, die Ressourcen optimal einzusetzen und Verschwendung zu verhindern. Der BDI geht davon aus, dass irgendwann alle Unternehmen auf Satellitendaten zurückgreifen werden, um diese für die Erfüllung ihrer Klimaziele zu nutzen. Auch junge Start-ups sehen ihre Chance in dem wachsenden Markt. 2021 gab es nach Aussagen des New Space Industry Report Germany allein in Deutschland 92 Start-ups. 50 Prozent von ihnen sind im sogenannten Upstream-Bereich tätig. Ihr Hauptgeschäft ist es, Software oder Hardware herzustellen, ebenso wie Raketenstarts durchzuführen und zu unterstützen. Außerdem wollen sie das Universum weiter erkunden und Ressourcen sammeln. 38 Prozent der Start-ups sind im Downstream-Bereich aktiv. Sie analysieren die im Weltraum gewonnen Daten und organisieren den Downlink der Kommunikationsdaten vom Satelliten hinunter zur Erde. Die restlichen Start-ups spezialisieren sich auf Beratungsleistungen im New-Space-Sektor.

Warum brauchen New-Space-Unternehmen PR?

Dem BDI zufolge haben etwa 76 Prozent der Unternehmen Kunden, die nicht im New-Space-Sektor aktiv sind. Diese Kunden nutzen die satellitengenerierten Daten für unterschiedliche Zwecke. Neben der Agrarwirtschaft setzen Autohersteller die Daten ein, um autonomes Fahren zu ermöglichen oder Bahndienstleister verwenden die Daten, um frühzeitig Bodenabsenkungen in der Nähe von Schienen zu erkennen. New Space ist also nicht nur gefragt, es wächst auch rasant. Ein Drittel der 92 deutschen Start-ups ist in den vergangenen fünf Jahren entstanden. Das ganze Thema um New Space und Weltraumfahrten ist nicht nur sehr interessant, sondern auch sehr komplex. Aber: Mit einer zunehmenden Kommerzialisierung der Raumfahrt, wird das Weltall für mehr Start-ups und Menschen immer greifbarer. PR kann daher Unternehmen dabei unterstützen, die komplizierten Themenbereiche den richtigen Personen zur richtigen Zeit und im passenden Umfeld zu erklären.

3 innovative New-Space-Start-ups aus Deutschland

German Orbital Systems

Das Berliner Unternehmen hat die Herausforderungen erkannt, die sich bei der Konstruktion und des Launches von Satelliten ergeben. Für solche Projekte wird viel Wissen benötigt und mindestens genauso viel Geld. Laut German Orbital System kann das dazu führen, dass neue innovative Ideen niemals abheben. Dadurch wird auch die Diversität in der Raumfahrt blockiert. Um dem entgegenzuwirken, bieten das Start-up beispielsweise Tests für die Hardware für eine „Space Mission“ an. Außerdem halten sie Trainings und führen die sogenannte „Verifizierung in der Umlaufbahn“ durch. Dabei werden verschiedene Komponenten eines Satelliten auf ihre Widerstandsfähigkeit getestet. Außerdem stellt German Orbital Systems eigene CubeSat Satelliten her. Das sind kostengünstige Kleinsatelliten. Auch Hardware-Komponenten für Satelliten werden in der deutschen Hauptstadt hergestellt. Mit ihren Angeboten möchten die Berliner die Raumfahrt auch für junge innovative Unternehmen und ihre Ideen zugänglich machen.

OKAPI: Orbits

Kollisionen vermeiden wird im All immer wichtiger. Im September 2021 waren rund 4.550 Satelliten in der Umlaufbahn der Erde. Mit der Hilfe von KI verhindert das Braunschweiger Unternehmen Zusammenstöße zweier Satelliten. Gefährlich können auch die unzähligen Trümmerteile werden, die unkontrolliert in der Umlaufbahn schweben. OKAPI: Orbits hilft durch Observationsdaten aus verschiedensten Quellen, Fluglaufbahnen der kleinen Teilchen vorherzusagen. Sollte ein Zusammenprall bevorstehen, berechnet das Programm ein Ausweichmanöver. So trägt die Software-Lösung der Braunschweiger zu mehr Sauberkeit im Weltraum bei. Je weniger Fragmente in der Umlaufbahn schweben desto besser. Dabei ist es natürlich auch sinnvoll, an Lösungen zu arbeiten, die verhindern, dass immer mehr herrenlose Trümmer zu Gefahren werden.

Mopheus Space GmbH

Die sächsische Morpheus Space GmbH stellt sehr kleine und effiziente Antriebe aus Metall für Satelliten her. Das Ganze ist so effizient, dass der Metall-Antrieb ein gesamtes Satellitenleben überdauert, ohne nachgefüllt werden zu müssen. Ein Satellitenleben dauert etwa zehn bis fünfzehn Jahre. Daniel Bock, CEO des Raumfahrt-Unternehmens, geht davon aus, dass in Zukunft viele Unternehmen Satelliten ins All schießen werden. Morpheus Space möchte die zukünftigen Satelliten in der Umlaufbahn unserer Erde mit ihren winzigen Antrieben nachhaltig gestalten. Ihre Vision geht sogar noch weiter: Ein hochdynamisches Satelliten-Netzwerk soll Internet per Satellit aus dem Weltraum bereitstellen. Die Satelliten können durch die effizienten Antriebe individuell positioniert und als Verbund in Ballungszentren geschickt werden. Auch zum Ende des Satellitenlebens ist der effiziente Anrieb nützlich. Durch ihn wird der Flugkörper nach zehn bis fünfzehn Jahren zurück in die Erdatmosphäre manövriert. Dort verglüht er und hinterlässt so keinen weiteren Weltraumschrott.

Don’t Look Up – Haben wir eine Chance gegen Asteroiden?

Der Film „Don’t Look Up“ hat Ende des 2021 für viel Aufsehen gesorgt. Was würde passieren, wenn in wirklich ein Asteroid auf die Erde zu rasen würde? Würden wir nicht, wie im Film zu sehen, alle in Panik verfallen? Kennen wir Wege, Himmelskörper davon abzuhalten, auf unseren Planeten zu stürzen? Bisher haben Forschende noch keinen Weg gefunden, die Menschheit vor einer solchen Katastrophe zu bewahren. Doch bereits im November 2021 hatte die NASA die „DART“-Mission gestartet. DART steht für Double Asteroid Redirection Test. Hierbei wird eine Sonde zum Doppelasteroiden Didymos geschickt. Auf dem kleineren der beiden soll die DART-Sonde einschlagen und so (hoffentlich) seine Flugbahn verändern. NASA-Experten rechnen mit einem Einschlag Ende September 2022. Eine Sonde der ESA soll 2024 zum Krater fliegen und weitere Informationen sammeln. Mit genauen Abmessungen kann bestimmt werden, wie effizient die Flugbahn geändert wurde.

Doch nicht nur Raumfahrt-Behörden sehen sich in der Verantwortung einen Rettungsplan zu entwickeln. Auf den ersten Blick wirkt es etwas ungewöhnlich, doch auch der Flugzeughersteller Airbus macht sich Gedanken. Das Unternehmen möchte eine Lösung entwickeln, mit der ein drohender Einschlag in kürzester Zeit verhindert werden kann. Dafür führten Airbus‘ Forschende eine Studie durch. Sie zeigt, dass ein Umbau von Telekommunikationssatelliten ein effizienter Lösungsansatz sein könnte. Um die Telekommunikationssatelliten als Asteroiden-Abwehr-Waffe einsetzen zu können, muss ein Modul eingebaut werden, welches die Kommunikation und die Navigation im Weltall möglich macht. Ist ein solcher Umbau vollzogen, sollen in der Airbus-Theorie zehn bis fünfzehn weltweite Starts mit den Satelliten möglich sein. Die Forschenden sind der Meinung, dass etwa zehn umfunktionierte Telekommunikationssatelliten genügen, um die Umlaufbahn eines 300 Meter großen Asteroiden um wenige Zentimeter zu verschieben. Diese minimale Veränderung könnte dann einen großen Effekt auf die weitere Flugbahn des Himmelskörpers haben und so einen Einschlag verhindern. Diese Technik könnte allerdings bei einem größeren Asteroiden nicht funktionieren, da dafür nicht genug Telekommunikationssatelliten und Raketen gibt. Geforscht wird jedoch weiterhin.

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